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| 2. PLATZ - RATA 2012 |
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Am 22. Juni wurde die 12. Auflage des härtesten Eintagesrennen der Welt dem Race Across The Alps gestartet. Punkt 12 Uhr schickte Gernot Weinig die 59 Männer und die 3 Damen auf die Strecke! Zur Strecke:532 Kilometer und 13.921 Höhenmeter! Reschenpass, Stilfserjoch, Gavia, Aprica, Mortirolo, Aprica, Bernina, Albula, Davos, Flüela, Ofenpass, Umbrail, Stilfserjoch und retour über den Reschenpass nach Nauders! Zum Rennen: Wir fuhren gemeinsam Richtung Reschenpass hinauf! Entlang des Reschensees löste sich dann Paul Lindner vom Feld und konnte sich vom Feld absetzen. Die restlichen Fahrer blieben bis zum Anstieg Stilfserjoch beisammen! Hinter Paul Lindner fuhren Thomas Strebl, Daniel Rubisoier und ich den Stelvio hinauf! Thomas und Rubi fuhren ein recht zügiges Tempo. Ich musste die Jungs fahren lassen, da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut fühlte! Als 4ter fuhr ich über den Stelvio Richtung Bormio hinunter! In der Abfahrt konnte ich auf Daniel wieder aufschließen und wir fuhren gemeinsam in den Gaviapass hinein! Daniel fuhr gleich wieder mit hohem Tempo weiter und ich musste ihn wieder fahren lassen! Ich fuhr meinen Rhythmus konstant weiter. Auf den Weg nach Aprica und Mortirolo hatte ich mit meinem Magen einige Schwierigkeiten und musste ein wenig Tempo raus nehmen! Ich hatte einfach Probleme mit der Nahrungsaufnahme! Ich konnte fast nichts essen und der Appetit war auch nicht da! Mit Kamillentee konnte ich meinen Magen wieder beruhigen und auf den Weg zum zweiten Mal nach Aprica merkte ich, dass ich wieder Gas geben konnte! Jetzt kam die Schlüsselstelle in diesen Rennen für mich, der Berninapass! In den letzten Jahren hatte ich auf diesem Pass immer wieder Probleme! In diesem Jahr war es ganz anders - ich fuhr ein sehr hohes Tempo hinauf und ich fühlte mich sehr gut! Was auch in diesem Jahr anders war: in der Abfahrt bin ich nicht müde geworden und war immer voll konzentriert am Rad unterwegs! Unten angekommen ging es für einige Kilometer im Flachen weiter. Der nächste Berg war der Albula Pass! Richtung Albula wurde es dann sehr frisch nur noch 6-7 Grad und ein starker Nebel begleitete uns hinauf und dann später hinunter! Oben am Berg angekommen konnte ich auf Paul Lindner aufschließen! Ich beschloss mit meinem Team sofort weiterzufahren um vielleicht den Pauli einige Minuten abzunehmen! Das mir auch gelang! Die Abfahrt vom Albula war für mich die schwierigste auf der Strecke. Nicht nur weil der Asphalt schlecht ist, sondern auch durch den dichten Nebel! Die Entscheidung gleich weiter zufahren erwies sich als richtig! Ich konnte mich von Paul Linder absetzen und war zu diesem Zeitpunkt schon auf Platz 2! Als nächstes ging es nach Davos und von dort auf meinen Lieblingsanstieg dem Flüela Pass! Den Flüela bin ich auch in diesem Jahr super gefahren und konnte meinen Vorsprung auf die hinteren Plätze ein wenig ausbauen! Dann ging es hinauf zum Ofenpass, der mir nicht unbedingt liegt! Der Berg ist sehr unrhythmisch zu fahren und da hatte ich in den letzten beiden Jahren einige Probleme. Auch in diesem Jahr hatte ich meine Probleme. Oben angekommen ging es gleich runter nach Santa Maria. Dort wartete auf mich der letzte schwere Berg, der Umbrailpass und noch ein paar Kilometer zum Stilfserjoch! Am letzten Berg hat es dann auch noch zu regnen begonnen. Regen und Wind begleitete mich hinauf auf zum Umbrail! So langsam merkte ich, dass meine Kräfte zu Ende gingen, aber ich wollte unbedingt den 2. Platz ins Ziel bringen! Auf einmal sah ich kurz vor der Passhöhe den Lindner Paul unter mir. Jetzt musste ich mich nochmals zusammen reißen und so schnell wie möglich ins Ziel fahren! Die Abfahrt vom Stilfserjoch war wieder eine Katastrophe, nasse Straße und viel Verkehr! Jetzt hieß es nur noch über Mals hinauf zur Grenze zu kommen und das so schnell wie möglich den auf einmal bekam ich die Info meiner Betreuer dass der Lindner Paul und Dani Schnider nur noch 3 Kilometer hinter mir waren. Zusammen wollten sie mich noch einholen und ich ahnte schon was ganz schlimmes. Ich alleine gegen den Wind und die 2 Jungs zusammen gegen mich! Ich konnte aber diesen Angriff mit meinen letzten Kräften abwehren und fuhr nach 22 Stunden und 48 Minuten als zweiter in Nauders über die Ziellinie! Ich war um ganze 3 Stunden schneller als letztes Jahr! Einfach nur genial! Man darf nicht vergessen, vor 12 Tagen fuhr ich bei der Ultra Rad WM 1015km und 15.800 Höhenmeter! Auf diesen Weg möchte ich mich wieder bei meinem Betreuerteam Carina, Joachim und meinem Vater Stefan bedanken! Ohne euch wären solche Ergebnisse nie möglich! Auch bedanken möchte ich mich bei meinen Sponsoren die mir solche Rennen ermöglichen!!!!! DANKE, DANKE!!!!!! Euer Pati |
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