Race across America 2017

Sonntag - 25.06.2017 - Frederick/Maryland

Die ersten Vorbereitungen für die Rückgabe unseres Campers waren angesagt. Dazu gehörte das letzte Mal „dumpen“, die Fäkalien und das Schmutzwasser zu entleeren und auch das Gas musste wieder aufgefüllt werden. Einkäufe für den heutigen Team-Grillabend rundeten den Vormittag ab. Fotos sortieren, nachbearbeiten und zusammensammeln waren ein Teil der Nachmittagsgestaltung. Der andere Teil der Nachmittagsbeschäftigung war mit geschlossenen Augen und Nebengeräuschen. Regeneration und Kräfte sammeln steht für alle zurzeit an der Tagesordnung ganz oben. Kurzausflüge für Sightseeing waren für die Bildung.

Am Abend war ein ganz feiner „Team-Griller“ am Programm, ein nettes Zusammensitzen mit angenehmen Gesprächen.

Stephan und Mäx wurden kurz vor dem Schlafengehen noch verabschiedet, da sie den Camper nach Boston bringen und dort zurückgeben müssen. Die Fahrtzeit beträgt ca. 8 Stunden. Sie werden sich von morgen auf übermorgen die Nacht in Boston um die Ohren schlagen, ehe sie dann wieder mit dem Flieger nach Washington zurückfliegen und zu uns stoßen werden. Gute Fahrt!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Samstag - 24.06.2017 - Washington D.C.

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten mit 600.000 Einwohnern war unser heutiges Ziel. Der Teamausflug wurde für Sightseeing bestens genutzt. Gebäude und Örtlichkeiten, die wir nur aus dem Fernsehen und vom Namen her kannten, konnten wir uns real ansehen. Während der Wegstrecken hatten wir genug Zeit, um uns wieder miteinander zu unterhalten, was dem Team sehr gut tat. Schon in der Vorbereitung am Teambildungstag erkannten alle Mitglieder die Wichtigkeit der Kommunikation.

Heute wurde wie wild fotografiert und gefilmt, um so viele positive Eindrücke wie möglich mit nach Hause nehmen zu können.

Einstimmig waren wir von Washington D.C. sehr begeistert, eine sehr schöne Stadt mit viel grün und imposanten Sehenswürdigkeiten. 

Natürlich besichtigten wir auch das United States Capitol, das weiße Haus, das Washington Monument, das Lincoln Memorial, Smithsonian Institution, das National World War II Memorial und das Vietnam Veterans Memorial. Gerade das Letztgenannte ließ uns sehr nachdenklich weiterschreiten, da wir sahen, wie viele Bürger wirklich ihr Leben lassen mussten, ohne dass wir jetzt Partei ergreifen wollen. 

Sehr viele und intensive, konstruktive Gespräche innerhalb der Teammitglieder begleiten uns Tag für Tag bis in die Abendstunden hinein.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com - Motiv: Washington Monument - Washington D.C.
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com - Motiv: Washington Monument - Washington D.C.

Freitag - 23.06.2017 - Frederick/Maryland

Heute machten wir das, was alle Frauen gerne machen, wenn die Stimmung etwas zu wünschen übrig lässt. (wie das Klischee lautet)

Wir gingen shoppen. :-)

Für das gesamte Team ist es jetzt sehr wichtig, dass trotzdem ein einigermaßen normaler Tagesablauf stattfindet. Es ist notwendig, damit die restliche Zeit über noch viele positive Erinnerungen gesammelt werden und ein einigermaßen gutes Gefühl im Körper bei jedem einzelnen vorhanden ist und dann in weiterer Folge auch bleibt.

Das Programm für Patric´s vollständige Wiedergenesung hat natürlich Priorität und wird jeden Tag sehr genau durchgezogen.

Jedes Teammitglied hat noch stetig laufende, persönliche Nachbearbeitungen des Rennens. Man mag es nicht für möglich halten, wie viel Aufwand dies ist. 

Heute wurde auch gleich das Freizeitprogramm für morgen ausgemacht, was es genau ist, wird heute natürlich noch nicht verraten.

Kleiner Nachtrag noch zu gestern: Unser 34-jähriger Mäx brauchte beim Abendessen im Lokal einen Ausweis, um zu beweisen, dass er schon 21 Jahre alt ist, um sein Bier zu bekommen. Gut erhalten eben unser junger Längenfelder Knabe.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Donnerstag - 22.06.2017 - Frederick/Maryland

Liebe Freunde,

nach dem vorzeitigen Ende des Projektes RAAM 2017 für das Team Patric Grüner, am Dienstag, der körperlich und mental das Rennen locker fertig fahren hätte können, da er in der Form seines Lebens war, und auch im Team alles perfekt lief, war für das gesamte Team ein rasches, nicht geplantes Umdenken nötig. 

Der Beginn dieser Phase wurde durch sehr, sehr viele Tränen und Traurigkeit der gesamten Team-Mitglieder eingeleitet.

Wir alle waren beim "Shermer´s Neck" machtlos. Genau diese Machtlosigkeit ist es, was es so schwer macht, dies zu akzeptieren, da ja niemand einen Fehler gemacht hat und alles optimal für Patric lief. 

Nichts desto trotz war sofort konstruktives Weiterdenken notwendig, da wir ca. 850 Meilen von der Atlantikküste entfernt waren. Es musste rasch alles umdisponiert und geplant werden. Schnell brauchten wir für 13 Leute Unterkünfte für 8 Tage. Die Organisation wurde während der 800 Meilen-Autofahrt von unserer Crew-Chefin Carina nebenbei in diversen Fastfood-Lokalen erledigt, da dort WLAN vorhanden war. Um 3 Uhr in der Früh bezogen wir die ersten Unterkünfte und freuten uns auf Dusche und Schlaf, der bis Mittag dauern sollte. Danach war ein Wechsel der Unterkunft angesagt, da wir für die gesamte Dauer keine bekamen. So war der Mittwoch nach dem Aufwachen zu Mittag mit dem Umzug in eine andere Unterkunft und anschließender Ruhephase ausgefüllt. Patric wurde von allen möglichen Seiten bestens versorgt.

Am Abend wurden alle im Camper vorhandenen Lebensmittel "aufgefuttert". Die wären ja noch für ein paar Tage geplant gewesen. Sehr ausgiebig wurde nach dem "WARUM" diskutiert. Leider bekamen wir auf diese Frage keine Antwort.

Die erste "ganze Nacht" genossen wir in festen Unterkünften, ehe ein richtiges, amerikanisches Frühstück auf uns wartete. Kein Teammitglied musste etwas vorbereiten, wir brauchten einfach zum Buffet gehen. Trotzdem muss man sagen, dass uns das selbstgemachte, mit viel Liebe zubereitete Müsli von unserer Camper-Mama Silvia schon fehlte.

Für Donnerstag stand die große, nicht enden wollende Nachbereitung an. Es mussten alle 3 Fahrzeuge ausgeräumt werden. Die Packstücke für den Cargo wurden vorbereitet und auch gleich der Spedition übergeben. Es war ein Tag mit viel Arbeit und ebenso viel Schweiß. Patric wurde wieder rundum bestens versorgt und betreut, damit er sich sowohl körperlich, als auch geistig so schnell als möglich regenerieren kann.

Die Frage nach dem "WARUM" wird noch länger in den Köpfen rumschwirren, aber darauf werden wir leider keine Antwort erhalten.

RAAM 2017 - Dienstag, 20.06.2017 - Illinois

Liebe Radsportbegeisterte und Patric Grüner Fans!

Wir müssen Euch zu unser aller Bedauern mitteilen, dass wir am 6. Tag des Rennens Patric Grüner aus medizinischen Gründen aus dem Rennen nehmen müssen.

Ein Weiterbestreiten des Wettkampfes wäre aus ärztlicher Sicht unverantwortbar, da mit Sicherheit mit bleibenden gesundheitlichen Problemen für Patric zu rechnen wäre!

Patric Grüner war bis zum Rennabbruch, die die Teamführung in Beratung mit dem betreuenden Arzt traf, an Position 2 der Gesamtwertung sehr gut im Rennen gelegen und die  Entscheidung, Patric aus dem Rennen zu nehmen, wurde alles andere als leicht getroffen!

Leider kann der Abbruchgrund (Shermer’s Neck) während eines Wettkampfes nicht erfolgreich behandelt werden.

Die Gesundheit für Patric geht vor!

Dieser Gesunderhaltung sind wir Patric und seinen Familienangehörigen verpflichtet!

Wir danken für Euer Mitfiebern während des Rennens.    

RAAM 2017 - Montag, 19.06.2017 - Illinois

Wir arbeiten uns immer weiter fleißig in Richtung Ziel vor.

Gestern wurden wir bei der Timestation 30 von der ganz netten, hilfsbereiten Familie Ashwill empfangen. Uns wurde eine Duschmöglichkeit organisiert und mit Freude im Gesicht konnten wir nicht nein sagen. Allerdings nur für die ruhenden Crewmitglieder. Die im Followcar sitzende Crew musste sich dieses gewaltige Service entgehen lassen. Leider. Hauptsache wir sind wieder frisch rasiert und duften gut!

Sagenhaft mit welcher Begeisterung die amerikanische Bevölkerung das RAAM verfolgt.

Wir absolvierten daraufhin auch gleich den nächsten Bundesstaat, Kansas, und befanden uns daraufhin in Missouri.

In den Nachtstunden wurde Patric aus dem Follow-Car motiviert, mit Musik versorgt und mit euren Facebook-Kommentaren unterstützt. Diese Dinge erleichtern einem Ultracycler die Nachtstunden sehr. Er freut sich immer, wenn er eure Nachrichten und Postings von den sozialen Netzwerken hört.

Komisch, heute wurde unser hellblau-oranges Crew-Mitglied mit seinen zwei Betreuerkollegen schon zum insgesamt 4. Mal in Amerika von der Police kontrolliert. Schön langsam kommt es uns wirklich so vor, als ob da jemand „Dreck am Stecken“ hat. Mal sehen, was hier noch auf uns zu kommt!

Nach einer fleißigen und anstrengenden Nacht, hatte Patric in den frühen Morgenstunden wieder die Gelegenheit einer Dusche und anschließenden Schlafpause, mit viel Genuß.

Nach der Pause im Camper ist Patric immer wieder soweit erholt, dass er seine Leistung weiter auf den Asphalt bringen kann. So hat Patric heute bereits die 2.000 Meilen Marke überschritten. Auch bei der TS 34 wurden wir mit einer Duschmöglichkeit, herzlicher Hilfsbereitschaft, einem Pool und einem Geschenk für Patric überrascht. Vielen Dank Vicki!

Bei allen mitgereisten Betreuern von Patric merkt man, wie sehr sie ihn unterstützen. Es wird um jede Uhrzeit, in jeder Position, an jedem noch so unmöglichen Ort jede Gelegenheit genutzt, kurz das Sandmännchen zu besuchen, sozusagen rund um die Uhr, immer. Zwischen den einzelnen Betreuercrews ist auch ein kleiner Kampf entbrannt, wer Patric nicht am besten, originellsten oder am lustigsten betreut. Natürlich alles zum Vorteil von unserem Radfahrer, um ihm möglichst viele Erfolgsmomente und lachende Gesichtszüge zu bescheren.

Am heutigen Abend hat Patric auch Missouri schon hinter sich gelassen und zieht ab sofort weiter durch den Bundesstaat Illinois.

RAAM 2017 - Sonntag, 18.06.2017 - Kansas

In den gestrigen Nachmittagsstunden, den ersten Meilen im Bundesstaat Kansas, lernte Patric die unendlichen Weiten und schier endlosen Geraden kennen. Die Hitze vereinfachte diese nicht enden wollenden „Horizontfahrten“ nicht. Patric fuhr trotzdem in gewohnter Manier fleißig. Die ständige Kühlung seines Körpers war aber unumgänglich. In den Abendstunden durften wir ein wunderschönes Gewitter miterleben, genauso, wie es uns Dr. Karl Gabl vorhergesagt hat. Vielen Dank dafür. Diese Vorhersage ließ uns auch den Zeitplan etwas nachjustieren. Wir hatten das auch Glück, dass wir genau zwischen zwei Gewitterzellen durchfuhren, und so für Patric zu keinster Zeit die Sicherheit nicht zu 100% gegeben war, während das restliche Team im Camper ein einmaliges Hagelgewitter miterleben durfte. In dieser Phase hatte Patric auf einer Streckenlänge von 140 km Gegenwind. Wir wollten aber unbedingt weiter, da wir wussten, dass es noch starke Regenfälle geben wird und wir die Schlafpause für diese Wetterphase aufbehalten wollten, was sich als goldrichtig erwies. Während Patric im Camper sein Nickerchen machte, begann ein Platzregen, wie wir ihn noch nie erlebten. Genau zur Weiterfahrt waren wir wieder trocken unterwegs, ersparten Patric durch diesen taktischen Schachzug „fetznasse“ Bekleidung und vermehrte Stehzeiten.

In den Morgenstunden war er wieder in gewohnter Manier auf seiner Zeitfahrmaschine mit dem Scheibenrad unterwegs. Mittlerweile hat er schon 2600 Kilometer in den Beinen, ein „paar“ folgen noch. Voller Motivation radelt er weiter durch Kansas, während das gesamte Betreuerteam fokussiert am Werk weiterarbeitet.

RAAM 2017 - Samstag, 17.06.2017 - Kansas

Gestern ging es für Patric von Arizona über Utah nach Colorado durch eine Traumkulisse, dem Monument Valley. Wahnsinns-Emotionen durch die traumhafte Landschaft gaben ihm einen Extraschub. Patric sah in einer Felsformation sogar die Form eines Mittelfingers! J  Somit war Patric an einem Tag in 3 Bundesstaaten. Er kurbelt fleißig und schier unermüdlich. Die Up´s  und Down´s wechseln sich selbstverständlich ab. Am 16.06.2017 ging es für Patric über die Rocky Mountains. Dazu war zuerst der Wolf Creek Pass mit 3.309 m Seehöhe zu bezwingen. Hier fanden wir noch einige Schneefelder vor und die Betreuer nutzten die Gelegenheit, barfuß in den Schneefeldern zu spazieren. Danach folgten noch der La Veta Pass und der Cuchara Pass. Patric fuhr diese beiden Pässe mit über 3.000 m während den Nachtstunden in seiner gewohnten Hochgebirgsmanier. Die Abfahrten bewältigte er größtenteils windschnittig am Aufleger. Die Rocky Mountains bilden eine malerische Kulisse. Jeder Bundesstaat, den Patric bisher passierte, war auf seine eigene Weise schön und er wird von den Betreuerteams immer wieder darauf hingewiesen, auch diese Landschaftsbilder in sich aufzusaugen und in Motivation umzuwandeln. Patric ist noch komplett klar bei Verstand, kann trotz enormer Müdigkeit noch sinnvolle Gespräche führen und Umrechnungen von Meilen auf Kilometer oder Fuß in Höhenmeter eigenständig erledigen. Diese Aufgaben bekommt er natürlich über Funk aus seinem Follow-Car, um die Gehirnaktivität aufrecht zu erhalten. Die Lautsprecher am Autodach sind fast am Durchbrennen, da die Soundanlage vollgas läuft, um Patric seine Kontinentaldurchquerung so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Musikrichtungen wechseln sich je nach Stimmung perfekt angepasst ab. Die stimmgewaltige Crew im Follow-Car unterstützt den Gesang der Lieder über Mikrofon und Lautsprecher zusätzlich enorm und mit voller Lautstärke!

Nach den Bergen hat Patric bei der Timestation 20 Trinidad bereits 1.200 Meilen/1.920 km in den Beinen und es folgen noch einige.

Die Müdigkeit ist selbstverständlich auch den Betreuern anzusehen.

Inzwischen ist für Patric schon die nächste Nacht mit energiereichen Tritten vorbei. und er hat soeben den Bundesstaat Colorado verlassen und bewegt sich jetzt durch die laaangen Geraden und unendlichen Weiten von Kansas. Soeben hat Patric 2.200 km absolviert. Sozusagen, das Race around Austria wäre schon zu Ende. Aber für ihn geht es nochmals ein „paar“ Kilometer weiter in Richtung Ostküste. Wir geben unser Bestes!

Bei der Timestation 23 erwartete das Betreuerteam ein riesiger Pool, den natürlich alle wie Kleinkinder nutzten. Einer von uns sprang sogar mit einer "Bombe" hinein.

RAAM 2017 - Donnerstag, 15.06.2017 - Arizona

Wunderschönen guten Morgen aus Arizona.

Nachtrag zu gestern: Juhuiiii, wir hatten eine Duschgelegenheit für das Team. Somit verbesserte sich der Geruch enorm!

Als Belohnung für unsere gestrige ausgiebige Körperpflege wurden wir heute in der Früh mit einem „kitschigen“ Sonnenuntergang begrüßt.

Wir sind heute in den ganz frühen Morgenstunden von der TS 9 in Flagstaff weiter unterwegs in Richtung Patric´s Lebenstraum. Er fühlt sich fit, und kennt die “normalen“ Abnutzungserscheinungen im Ultraradsport bereits. Er bewegt sein Rad fleißig und will auch selbst seine beste Leistung abrufen. Die Müdigkeit ist natürlich ein ständiger Begleiter, nicht nur bei Patric, sondern auch bei seinen Betreuern. Im Gegensatz zu Patric nutzt sein Team jede nur denkbare Möglichkeit um zu schlafen, bei unserem RAAM-Athleten fällt dies eher spärlich aus. Es ist lustig mit anzusehen, zu welchen Uhrzeiten wie viele komische Schlafstellungen im Camper präsentiert werden. Diese sorgen natürlich für die Heiterkeit und die lustige Stimmung abseits vom anstrengenden direkten Betreuen von Patric.

Mit Betreuerteams von anderen Athleten und –innen werden ständig Freundlichkeiten ausgetauscht.

Es ist erstaunlich, wie viele Lebensmittel von einem 13-köpfigen Team pro Tag verbraucht werden. Die riesigen Einkaufswagen platzen dabei fast aus ihren Nähten.

Für unseren überdimensionalen Camper braucht man in Österreich vermutlich einen LKW-Führerschein, aber so wie er auf den amerikanischen Straßen zu fahren ist, wäre ein Bootsschein sicherlich angebrachter.

Jetzt muss ich aber den heutigen Blogartikel beenden, weil wir Patric anfeuern gehen.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

RAAM 2017 - Mittwoch, 14.06.2017 - Congress/Arizona

Hi everybody from Arizona!

Für Patric startete am 13.06.2017 die Reise zur Vollendung seines Lebenstraumes, dem Finishen des Race across America. Jeder der Patric kennt, weiß, wie viel Energie er investiert hat und wie fleißig er sich seit Jahren darauf vorbereitet.

Pünktlich um 13:04 Uhr Ortszeit verließ er mit einem Riesengrinser im Gesicht den Start des RAAM, das Pier in Oceanside, um nach wenigen Metern entlang der Strandpromenade sich vom Pazifik ins Landesinnere zu verabschieden. Seit diesem Zeitpunkt ist Patric fleißig auf seinem Rad. Er bewegt seine Kurbel schier unermüdlich.

Die erste Nacht verbrachte er durchgehend am Rad, seit der Ankunft in Borrego Springs auf seiner Zeitfahrmaschine mit dem Scheibenrad. Es war bereits jedes Betreuerteam im Einsatz und die Anfangsnervosität legte sich bereits.

Er wurde in Kalifornien von einem malerischen Sonnenuntergang in die erste Nacht verabschiedet und in Arizona, von einem traumhaften Sonnenaufgang empfangen.

Gänsehautfeeling pur!

Wunderschöne, emotionale Momente sind immer die Wechsel der Bundesstaaten oder Überquerung von großen, bekannten Flüssen.

Unser Camper ist das Familien-Zuhause und auf engstem Raum wird auch dort unermüdlich Patric´s Zielerreichung bestmöglich unterstützt. Patric´s Medienteam macht auch gerade die Vereinigten Staaten unsicher und sorgt für die optimale Einstellung der Linsen!!!!

Jedes Team-Mitglied gibt seine beste Leistung! DANKE!

Der Blogartikel ist kurz nach Erreichung der Timestation 6 in Congress entstanden. Während dessen sitzt Patric bereits wieder mit einer frischen Raddress auf seinem „Drahtesel“ und kurbelt fleißig weiter in Richtung nächster Timestation.

Die Blogartikel können sehr unregelmäßig erscheinen, da die teilweise schlechte oder gänzliich fehlende Internetverbindung dafür verantwortlich ist. Wir geben ja unser BESTES!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 22 - Montag, 12.06.2017 - Escondido/California

Liebe Freundinnen und Freunde, dear friendinnen and friends! :-)

für unser Team läuft alles voll nach Plan! Heute waren wir den ganzen Tag in Oceanside und haben die Zeit optimal genutzt. Die gesamten Formalitäten wurden optimal abgeschlossen, die diversen Meetings absolviert und wir sind jetzt offiziell startberechtigt. Die Teamchefin war sichtlich erleichtert, alle notwendigen Kontrollstellen ohne Zusatzstrafen absolviert zu haben. (siehe Foto!)

 

Heute war für mich noch der amerikanische Haarschneider angesagt und meine Freundin traf fast der Schlag, als sie mich nach dieser Prozedur ohne Kappe sah. Ich find, dass ich für die nächsten Tage eine coole Frisur hab. :-) Mir gefällt sie, frei nach dem Song: „Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön, ... sing sing, lalala!“ Ich wollte es meinem hellblau-orangen Mentalcoach nachmachen, ganz so krass habe ich mich dann aber doch nicht getraut! Ich bin doch lieber während des Rennens mutig!

 

Einen klitzekleinen Strafzettel gab es für unseren Camper auch schon, hoffentlich der einzige! :-)

 

Massagen und ein Gesundheitscheck runden meinen Abend ab, ergänzt durch Energieaufnahme, um die Speicher maximal zu füllen und richtig geladen ins RAAM zu starten.

 

Heute möchte ich mich bei KATAPULT und Hotel BERGLAND für die treue und langjährige Partnerschaft herzlich bedanken!

 

Für mich geht es morgen um 13:04 Uhr Ortszeit, ist 22:04 Uhr bei euch zuhause, in mein bisher längstes und sicherlich anstrengendstes Rennen. Die Anspannung ist bei allen im Team merkbar und wir sind nun wirklich froh, wenn es heißt: „5, 4, 3, 2, 1, GO.

 

Ab sofort ziehe ich mich aus allen sozialen Netzwerken zurück und übergebe meinem Team, um mich voll und ganz auf den Start und das Rennen fokussieren zu können. Ich freue mich über jeden Post, jedes Like, jedes Gefällt mir und alle aufmunternden Zuschriften von euch, die mir natürlich von meinem Team über die Lautsprecher vorgelesen werden und mich in schwierigen Minuten unterstützen.

 

Ich vertraue mir selbst, meinen Fähigkeiten und meinem Team!

 

Auf geht´s

Gruß Euer Pati    

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 21 - Sonntag, 11.06.2017 - Escondido/California

Good bye desert, (Pfiati Wüste!)

Heute musste unser bisheriges „Zweimannteam“ leider die schön warme Wüstengegend verlassen. Vorbei ist es mit der Ruhe vor dem Sturm. :-)

Der Sturm traf mich mit voller Wucht, als wir zu unserem Team stießen. Was geht denn mit denen ab??? Hallooooo??? Ein aufgewühlter Ameisenhaufen ist nichts dagegen.

Im Haus trafen Michael und ich auf 11 hochmotivierte und fleißige österreichische Betreuer. Jeder war mit Vollgas an der Arbeit und ich begriff allerspätestens jetzt, dass mir mein Team wirklich die allerbesten Voraussetzungen für das Race across America schafft.

Liebes Betreuerteam, ich bin euch ehrlich dankbar dafür und gebe mein Bestes!

Heute stand für das Team Patric Grüner mit der Startnummer 573 die technische Abnahme an, die aufgrund der perfekten Vorbereitung von meiner Teamchefin Carina mit dem gesamten Team problemlos von der Hand ging. Zur Belohnung gab es dann aber ein Tüteneis mit einer Kugel.

Nach dieser Pflichterfüllung bewegte sich das Team wieder so schnell wie möglich in unsere Unterkunft, da weitere Vorbereitungsarbeiten warteten. An allen Ecken und Enden wurde weitergearbeitet. Ich selbst hatte es sehr ruhig und nutzte den Nachmittag noch für eine Trainingseinheit.

Heute möchte ich mich bei D&N bedanken, der uns bei der Beschallungsanlage unterstützte.

Der Abend wird noch mit Besprechungen und weiteren Einweisungen aller Teammitglieder an den Fahrzeugen abgerundet. Den endgültigen Tagesabschluss für das Team wird der Karton Heineken bilden, für mich meine Trinkflasche mit meinem Renngetränk. Das Hopfengetränk darf ich leider nicht trinken, da es anscheinend für mich zu viele Kalorien hat. Mein Kampfgewicht wurde mir bereits durch meinen mengenwahnsinnigen Haubenkoch in „Hellblau-Orange“ hinaufgemästet. Mehr verträgt es nicht mehr! :-)

Foto: Walter Andre www.sportfotos-andre.at
Foto: Walter Andre www.sportfotos-andre.at

Vorbereitung Tag 20 - Samstag, 10.06.2017 - Borrego Springs/California

Mein lieber Gesangsverein! (Dear Ghospel-Chor????)

Langsam aber sicher geht bei uns hier die Post ab!

Es wird vom gesamten Team nahezu rund um die Uhr gebuggelt, damit wir rechtzeitig zur technischen Abnahme fertig werden. Während Michael und ich noch immer in der Wüste ausharren und uns penibel auf das Rennen vorbereiten, ist das restliche 11-köpfige Team, 1 1/2 Stunden entfernt von uns, am Vorbereiten der beiden anderen Fahrzeuge dran. Insgesamt haben wir für das Race across America 2 Stk. Mini-Van und einen Camper mit 8 Schlafplätzen angemietet, damit wir perfekt im Rennrhythmus von der Westküste zur Ostküste kommen. Dazu gehört noch die gesamte Elektronik eingebaut, Zusatzlichter montiert, etc.

Sobald die Fahrzeuge rennfertig sind, kommen ohnehin Fotos der Fahrzeuge, damit ihr seht, was das Team hier leistet.

Für mich persönlich stand heute noch die finale Materialabstimmung am Programm.

Der Abend wird noch mit Zusammenpacken ausgefüllt sein, bevor Michael und ich nach der wohlverdienten letzten Nacht in der Wüste zum restlichen Team stoßen werden.

Ab morgen stehen für uns nämlich schon die ersten offiziellen Termine des Veranstalters im Kalender, die abgearbeitet werden müssen, um am Rennen teilnehmen zu dürfen.

Heute bedanke ich mich bei meinem Mentalcoach und langjährigen Betreuer Michael Deutschmann - Mental Austria - für seinen unermüdlichen „Kampf“ mit mir – in guten, wie auch in schlechten Zeiten! Ich gebe mein Bestes! DANKE!    

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 19 - Freitag, 09.06.2017 - Borrego Springs/California

Freunde der Blasmusik, (Friends of the Blow-Music?????) ;-)

heute hat uns schon mal kurz der Schlag getroffen, als wir die Bilder von der Unterkunft sahen, wo sich unser restliches Team eingebucht hat. Jo fahlt´s ma????

Ein Wellness-Tempel der ersten Klasse, während Mr. Hellblau-Orange und ich in der Wüste hausen. ;-)

Spaß beiseite, Carina hat bei der Auswahl der Herberge viel Geschick und Geduld bewiesen. Sie schlug im optimalen Moment zu und ergatterte ein wirkliches Schnäppchen. Sparsamkeit ist uns wirklich wichtig.

Michl fuhr heute mal kurz über den Berg rüber zur restlichen Meute um einige unbedingt notwendige Dinge zu erledigen, während ich in der Wüste bleiben musste, um die Hitzeakklimatisierung wirklich optimal voranschreiten zu lassen. Dies nutzte ich gleich zu einer angenehmen Ausfahrt in der warmen Region.

Als mein Mentalcoach wieder zu mir zurückkam, was ich wirklich nicht mehr vermutete, so garstig wie ich die letzten Tage mit ihm war, erzählte er mir alle lustigen Geschichten von meinem fleißigen und hoch motivierten Betreuerteam.

Beim Mittagessen saßen sie anscheinend wie in der Kinderkrippe. Aber macht euch davon selbst ein Bild. Das heutige Tagesbild ist meinem Team gewidmet, das leider am Flughafen in Los Angeles kein Gepäck erhielt, erst mit 30 Stunden Verspätung kam die Wechselwäsche an!!!

Liebes Team, ich bin euch unsagbar dankbar, dass ihr euch dies alles für mich antut. DANKE.

Heute möchte ich mich bei meinem langjährigen und treuen Unterstützer, dem gesamten Team des Tourismusverbandes ÖTZTAL bedanken. 

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 18 - Donnerstag, 08.06.2017 - Borrego Springs/California

Here we are!

Es freut mich, dass mein komplettes Betreuerteam jetzt vollzählig und gesund samt allen Gepäckstücken und den 4 Kubikmeter Cargo in den USA angekommen ist. Das ist auch gleichzeitig wiederum für mich ein Zeichen, dass der Start naht. Das merke ich auch, wenn ich meinen Trainingsplan anguck. Denn er ließ mich heute regenerieren. Konkret sah das so aus, dass nach dem Frühstück und den üblichen längst drillmäßig angeeigneten Hausmannstätigkeiten gleich eine Runde im Pool angesagt war. Neben der Beinhochlagerungstherapie wurden die Office-Tätigkeiten am Poolrand durchgeführt. Eine lange Runde Kniffel mit „Hellblau-Orange“ rundete das Tagesprogramm ab, bevor ich es vorzog und mich im Zimmer zum Nachmittags-Nickerchen verzog und so der restliche Nachmittag an mir unbemerkt vorbeizog.

Jetzt sitz ich da und löffle Nutella in rauen Mengen aus dem Glas! :-)

In den nächsten Tagen wird mich mein Doc Dr. Christian Pegger mal genauestens unter die Lupe nehmen und mein Physiotherapeut Clemens mich durchkneten. Sie betreuten mich nicht nur in der Vorbereitungsphase zuhause, sondern sind auch in meinem Betreuerteam hier vor Ort. Herzlichen Dank euch Beiden von InnsMed!

Jetzt am Abend steht noch ein gemütliches Essen mit dem dreifachen RAAM-Sieger und Rekordhalter Christoph Strasser sowie Alexandra Meixner und deren bereits angereisten Betreuern an. Ein sogenanntes „Österreicher-Essen“.

Have a nice one (so wie mir Amerikaner sagen)

Pati und Michl

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 17 - Mittwoch, 07.06.2017 - Borrego Springs/California

Nach dem intensiven Training gestern war heute wieder eine etwas längere Einheit angesagt. Heute war ich mit meiner Zeitfahrmaschine und dem Scheibenrad unterwegs. Es stimmt mich zuversichtlich, welchen Dampf ich damit auf den Asphalt bringe. Die Weiterentwicklung zum Vorjahr ist optimal!

Wir haben weitere Informationen über die Strecke gesammelt, indem wir von unserer Unterkunft in Borrego Springs bis nach der Timestation 2 die Rennstrecke abgefahren sind. Dabei konnten wir auch das Naturschauspiel der Imperial Sanddunes beobachten. Wunderschöne Sanddünen laden zum Fotografieren ein.

Es wird jetzt wirklich schon Zeit, dass das Team kommt, denn heute hatten wir wieder einen „Potschn“. Auf unseren Mechaniker Stephan wartet somit schon viel Arbeit!

Bedanken möchte ich mich heute bei Peto-Bike Zams und bei Santini für die großzügige Unterstützung!

Genau zu dem Zeitpunkt, wo die meisten Leute diesen Blog lesen, ist unser Team schon in der Luft über den großen Teich. Wir freuen uns, endlich alle mit „Hello, how are you doing?“ richtig amerikanisch begrüßen zu können.    

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 16 - Dienstag, 06.06.2017 - Borrego Springs/California

Hi everybody (wia mia Amerikaner sogen),

die finale Vorbereitung für das RAAM, welches in genau 7 Tagen startet, ist mitten im Gange. Heute wurde gefoltert bis das Auge triefte. Zwei lange Intervalle am Glass Elevator, der euch vom Video mit der rasanten Abfahrt schon bekannt ist, waren heute bei tropischen Temperaturen angesagt.

Die Hitzeakklimatisierung macht sich schon langsam bemerkbar, da die heutigen Intervalle mit selber Aufstiegszeit wie letzte Woche um einiges weiter waren. Das stimmt uns seeehr zuversichtlich.

Nach diesem Training war allerdings ein Nachmittags-Niickerchen für mich angesagt. Michael, der diesen Aufstieg auch zwei Mal bewältigte, scheint mehr Kondition zu haben, da er keinen Pausenschlaf benötigte.

Eigentlich ist mein hellblau-oranger Allround-Betreuer körperlich in einem Top-Zustand, da er in Amerika die gleiche Gesamtkilometerleistung wie ich absolvierte.

Dass er das heutige Intervalltraining mit dem 3,6 l Automatik-Dodge absolvierte soll nur nebenbei angemerkt werden. ;-)

Ich möchte mich heute bei der Sporthütte Fiegl aus Sölden als langjährigen Unterstützer recht herzlich bedanken!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 15 - Montag, 05.06.2017 - Borrego Springs/California

Ein herzliches guten Morgen in die Heimat, schönen Abend aus der Wüste!

Zu aller erst noch ein kleiner Nachtrag zu gestern Nacht. Wer kennt es nicht, dass er in einer Unterkunft eincheckt und beim Schlafen gehen nimmt man plötzlich das beängstigende "bsssssssss" wahr. Das war gleichzeitig der Auftrag an Kammerjäger Grüner, mit Flip-Flop und grauem Duck-Tape bewaffnet in den Einsatz zu gehen. Anfangs wurde alles erlegt, was sich mir in den Weg stellte. Michael ging in Deckung. Die Einschlaglöcher sind noch am Tag danach in den dünnen Wänden sichtbar. Danach wurde unser Schlaftraum mit Duck-Tape luftdicht abgeriegelt, um eine friedliche Nachtruhe genießen zu können. Dies wiederum führte zu einer massiven Schweißperlen-Entwicklung auf der Schädeldecke meines Mentalcoach´s. Schweißgebadet wachten wir in den Morgenstunden auf und waren froh, frische Luft tanken zu können.

 

Wir sind gerade von der ersten Ausfahrt in der kalifornischen Wüste zurückgekommen. Nach knapp 4 Stunden waren wir wieder in unserer Unterkunft. Die Temperaturanzeige im Auto war auf 106° Fahrenheit, das sind umgerechnet satte 41,1111° Celsius, angestiegen.

Die Landschaft ist für uns was komplett Neues und deshalb auch sehr beeindruckend. Die langen Geraden sind sehr gewöhnungsbedürftig, gleich wie der teilweise sehr miese Asphalt. Auf 40 Meilen, 64,3738 Kilometer waren genau 2 Richtungsänderungen! Das ist für einen Bergfahrer wie mich was völlig Ungewohntes. Man stellt sich vor, durch das gesamte Ötztal sind nur 2 Richtungsänderungen! J

Die Flüssigkeitsaufnahme funktioniert bei dieser Hitze prächtig!

Nach dem Training wagte ich mich, unter Aufsicht des eigens mitgebrachten und an der Pazifikküste weitergebildeten Lifeguard - Baywatch in die Fluten des Pools. :-D

Der restliche Nachmittag wurde für die unbedingt notwendige Regeneration bestens genutzt.

Und nun zu den 50ccm-Fanaten des #ÖMM: Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung das ganze Jahr über bei allen Teilnehmern des Ötztaler Mopedmarathons und des Ötztaler Mopedvereins unter der Präsidentschaft von Manuel Ribis.

Vielleicht trauen sich die Mopeds ja auch in der Wüste ein Rennen gegen mich zu machen! :-D

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 14 - Sonntag, 04.06.2017 - Borrego Springs/California

Vorbereitung Tag 13 - Samstag. 03.06.2017 - Oceanside/California

So, liebe Freunde, schön langsam wird es für uns Zeit, die Zelter abzubrechen und in eine viel wärnere Region zu übersiedeln. Genau gesagt ist heute der letzte Abend hier in Oceanside direkt an der Pazifikküste. Morgen am Vormittag sitzen wir schon im Auto am Weg nach Borrego Springs, wo wir unsere einwöchige Hitzeakklimatisierung vor dem Rennen noch durchführen. Es wird hot! Wir werden erst kurz vor dem Start des Rennens aus der Wüste heraus kommen, zu jenem Zeitpunkt, wo unser komplettes Betreuerteam bereits in den USA ist und auch ihre Vorbereitungen schon abgeschlossen sind.

 

Dies ist auch gleich ein guter Zeitpunkt, um eine kleine Zusammenfassung der letzten Woche zu machen. Es wurde sehr fleißig trainiert! Sowohl am Rad, als auch an der Ganzkörper-Fitness wurde noch einiges gemacht. Die Stundenbelastung und auch die Intensität waren enorm, deshalb hab ich meinen morgigen Ruhetag auch mehr als verdient. 

Die gesamte Vorbereitungszeit hier in Oceanside wurde optimal für die Vorbereitung genutzt. Der erste Teilabschnitt bis in die Wüste wurde des Öfteren abgefahren und ist für mich somit kein Neuland mehr. Es wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Dies war für mich wichtig, damit ich gelassener ins Rennen starten kann und auch meinem Betreuerteam somit auf den ersten Rennmeilen etwas Freiraum verschaffe.

 

Heute möchte ich mich von ganzem Herzen mal beim Hotel Garni Liesl, bei Mama und Papa bedanken. Sie unterstützen mich das ganze Jahr über perfekt und geben mir so die Möglichkeit, meinen Leistungssport zu leben und auch meinen Lebenstraum zu erfüllen. Vielen Dank Mama und Papa! Ich gebe mein Bestes!

 

Abschließend noch ein klitzekleiner Nachtrag:

Gestern abends habe ich mir zum ersten Mal eine kleine Pizza gegönnt. Oh Herr, ich habe gesündigt. Liebe Alice, meine sehr geschätzte Ernährungsberaterin, bitte verzeih mir und lass uns trotzdem Freunde bleiben!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 12 - Freitag, 02.06.2017 - Oceanside/California

Schönen guten Abend aus Oceanside, schönen guten Morgen in Europa!

Wir sind gerade von einer langen Trainingseinheit zurückgekehrt und haben unsere Hausaufgabe wieder hervorragend gemacht. 

Auch heute hatten wir wieder einiges zum Lachen. Ich machte in einer Abfahrt mit 60 km/h Bekanntschaft mit einer 2 m langen Schlange, die ich fast überrollte, oder sie mich fast zum Rodeoritt auf meiner Rennmaschine zwang. Huch! 

Michael hatte seine Begegnung mit dem Sheriff der Highway-Patrol! Als ich mit dem Rad um die Kurve kam, sah ich schon 3 Polizeifahrzeuge und ahnte Schlimmes. Im Vorbeifahren konnte ich noch meinen Mentalcoach erkennen. Der Sheriff bemerkte anscheinend sofort, dass mit diesem Typen etwas nicht ganz in Ordnung ist. Ich setzte mein Training aber unbeirrt weiter fort, mit der Hoffnung, dass sie Michael wieder frei lassen und er mich weiter betreuen kann. Ich wollte nicht stehen bleiben, um meinen Start beim RAAM nicht zu gefährden! :-) Nach dem Training erfuhr ich, dass sie sich nur erkundigten, warum zwei so Irre die ganze Woche schon in dieser verlassenen Gegend rumkurven. Sie beobachteten uns schon mehrere Tage.

Ein paar Meilen nach der Aktion mit dem Polizei-Großaufgebot in der Pampa reichte mir ein älterer Herr eine Flasche gekühltes Wasser aus seinem Auto. Ich wusste zuerst nicht, was er damit möchte, deutete es aber auf meinen fertigen Zustand aufgrund des Trainings. Dankend nahm ich das Wasser und setzte mein Training weiter fort. 

Ich kann nur nochmals sagen, dass wir bisher nur auf sehr freundliche Amerikaner gestoßen sind.

Herzlichen Dank an die Raiffeisenbank Längenfeld für die langjährige Unterstützung meiner Ultraradrennen. Vergelt´s Gott!

Und jetzt steht für uns noch das Abendessen an! Mahlzeit!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 11 - Donnerstag, 01.06.2017 - Oceanside/California

Hello everybody!

Heute hatte ich nach dem Frühstück eine Skype-Konferenz mit Vic Armijo vom RAAM-Medienteam. Mein Translator war mein Mentalcoach, der 3 Sprachen spricht - Steirisch, Ötztalerisch und Englisch, jedoch keine perfekt! :-D Danke!

Nachdem Vic nach 15 Minuten alle benötigten Infos hatte, machten wir uns auf den Weg zum Training. 

Wir hatten wettertechnisch alles dabei, Nebel, Gegenwind und anschließend noch Hitze. Das Thermometer machte heute bei 94° Fahrenheit/34,4444° Celsius seinen Strich. Bei diesen Temperaturen waren meine langen Intervalle angesagt und wurden planmäßig und voll fokussiert auf das RAAM durchgezogen. Perfekt.

Mit der steigenden Trainingsbelastung steigt auch die Belastung auf meinen Magen beim Abendessen! Dem entsprechend groß sind auch meine Portionen. Ich habe durchgehend Hunger! 

Heute möchten wir uns bei der Firma UVEX - im speziellen bei Katharina und Jürgen - bedanken, die mich seit vielen vielen Jahren optimal unterstützen, so meinen Kopf schützen und für den klaren Blick sorgen.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 10 - Mittwoch, 31.05.2017 - Oceanside/California

Kurzbeschreibung zum heutigen Tag:

Essen, Radfahren, Essen, Schlafen, eigentlich fast das gleiche wie während des Rennens, wobei dort das Schlafen wieder durch das Radfahren ersetzt wird! :-)

Aber noch dauert es ja bis das Rennen beginnt und bis dahin steht uns noch einiges bevor.

Genau wenn dieser Beitrag in Mitteleuropa zum Frühstück gelesen wird, dauert es nur noch 7 Tage, bis endlich das restliche Team die Anreise in die USA in Angriff nimmt. Wir beide freuen uns schon brutal, wenn dann das Team komplett ist.

TEAM Patric Grüner

Beim Radtraining gibt es fast nichts neues, außer, dass wir wieder ein kleines Stück Neuland betreten haben. Die Rede ist vom berühmt berüchtigten "Glass Elevator," die Abfahrt hinein in die Wüste nach Borrego Springs.

Die Abfahrt hat nur ca. 8% Gefälle, ist aber wegen der vielen aus unterschiedlichen Richtungen und teilweise sehr starken Winde berüchtigt. Die Abfahrt selbst werde ich vor dem Rennen noch ein paar Mal fahren, um so bestens vorbereitet zu sein.

In der Wüste war heute ein kühler Tag, es hatte nur 91° Fahrenheit, 32,7778° Celsius. Aber der Wetterbericht verspricht für die kommenden Tage etwas mehr, das Thermometer soll über 40°C hinaufklettern! :-) Während der Abfahrt konnten wir eine beeindruckende Landschaft sehen. Die Vorfreude auf die Woche Hitzeakklimatisierung in Borrego Springs wurde dadurch noch gesteigert. 

Vielen herzlichen Dank an meine beiden treuen Sponsoren und Qualitäts-Fachbetriebe aus Längenfeld für euer Vertrauen! Elektro Optimal Längenfeld, Tischlerei Riml Längenfeld! Danke!

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 9 - Dienstag, 30.05.2017 - Oceanside/California

Der Jetlag von der Zeitumstellung ist nun endgültig vorbei. Das Training wurde wieder intensiver. Trotz Regen an der Küste (zu Hause ist es viel heißer als bei uns!) packten wir unsere sieben Zwetschken zusammen und fuhren ein Stück ins Landesinnere. Nach 15 Meilen verließ ich mein Vorbereitungs-Followcar und konnte schon kurz/kurz fahren. Die Strecke führte an der TS 1 - Lake Henshaw vorbei weiter entlang der Rennroute jedoch mit starkem Wind aus verschiedensten Richtungen. Unmittelbar vor der Abfahrt in die Wüste beendete ich meine heutige Ausfahrt so wie im Trainingsplan vorgesehen war und freue mich auf die noch folgenden. Hier zeigte das Thermometer jedoch schon 91° Fahrenheit, umgerechnet sind das 32,7778°C, an. Der Wetterbericht verspricht uns auch für die folgenden Tage sehr warme Temperaturen. Nach diesem anstrengenden Training wäre zur Entspannung ein Thermenbesuch im Aqua Dome in Längenfeld genau das richtige. Vielen Dank für eure langjährige Unterstützung. 

Nach der Rückkehr von unserem Trainingstrip war für mich wieder mal, so wie jeden Tag, Rumpfstabilität trainieren angesagt. Während dessen machte unser Chefkoch Michael wieder einen Blick viel zu tief in die Nudelabteilung. Auf gut Ötztalerisch heißt das: Der Typ hat kein Gefühl für die Menge! Zum Glück hat er einen sooooo hungrigen Sportler wie mich zu verköstigen. Sonst müssten wir jeden Tag ein halbes Kilogramm Nudeln wegwerfen. Schön langsam wächst auch mir das Bäuchlein! Aber meine Ernährungsberaterin Alice hat gesagt, dass ich viel essen soll. Somit trägt sie die Verantwortung! :-) 

Wir freuen uns auf den morgigen Tag und schließen den Abend heute noch mit einer Mentalcoaching-Einheit ab.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 8 - Montag, 29.05.2017 - Oceanside/California

Heute ist in Amerika der Memorial Day, ein Feiertag, der zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird. In den Einkaufszentren war am Parklatz und an den Kassen ein Megastau! Diesen Stau ließ ich heute meinen Mentalcoach alleine erleben, während ich mich brav am Rad durch Kalifornien bewegte. Ich testete, wie es sich anfühlt, auf einem vierspurigen Highway mit dem Rennrad zu fahren. Wohlgemerkt befindet sich am Highway auch noch eine Fahrradspur, eine Bike-Lane, wie wir Amerikaner es sagen. Vom Feeling her war das so, wie Montag morgen im Frühverkehr über die Südost-Tangente nach Wien hinein. Voll krass und eine geile Erfahrung zugleich. Es wäre auch für den URC Ötztal eine coole Sache, auf der Bike Lane eine Vereinsausfahrt zu machen, dort wo die Firma Beat the Street sonst nur die Stars um die Welt chauffiert. Herzlichen Dank für eure Unterstützung bei meinem Projekt!

Ansonsten war der Tag heute relativ gemütlich, die Aufgaben wurden brav abgearbeitet.

Jetzt folgt noch etwas Allgemeinbildung. Kalifornien ist der flächenmäßig drittgrößte Bundesstaat der USA und mit Abstand am bevölkerungsreichsten. Der offizielle Beiname Kaliforniens ist Golden State. Er liegt im Westen des Landes und grenzt an den Pazifischen Ozean, die Bundesstaaten Oregon, Nevada und Arizona sowie an Mexiko.

Die Küstenlinie beträgt zum Pazifik hin 1.350km. Die größte Stadt von Kalifornien ist Los Angeles gefolgt von San Diego. San Francisco folgt erst auf Platz 4.

Die Einwohner sind sehr freundlich und der Straßenverkehr ist trotz der vielen Fahrzeuge sehr entspannt. Die vielen Stop-Tafeln sind äußerst gewöhnungsbedürftig, tragen aber zum ruhigen Straßenverkehr sehr bei. 

Foto: Patric Grüner
Foto: Patric Grüner

Vorbereitung Tag 7 - Sonntag, 28.05.2017 - Oceanside/California

Heute bin ich zum ersten Mal die komplette Strecke vom Start bis zur ersten Timestation am Lake Henshaw abgefahren. Das Wetter war wieder traumhaft, wie man auf dem Foto sehen kann. Die Strecke ist sehr selektiv und man kann es fast nicht glauben, dass auf den 92 Kilometern doch 1999 Höhenmeter gesammelt werden. Noch weitere 54 Timestations sollen im Rennen folgen! :-) Im Training läuft alles perfekt nach Plan! Die tägliche Gymnastikstunde rundete die körperliche Betätigung ab. Die für mich perfekte Trainigs- und Wettkampfernährung stammt von Winforce. Damit hab ich stets jene Energie zur Verfügung, die ich brauche, um meine Leistung hoch halten zu können.

Währenddessen war mein Mentalcoach schon sehr eifrig am Herd. Heut hat sich Chefkoch Michael in der Menge der Nudeln so richtig vergriffen. Der Topf drohte schon während des Kochens überzugehen! Jeder der mich kennt weiß, dass ich gerne und sehr viel esse, aber das was heute passiert ist, grenzt fast schon an Körperverletzung. Zwei prall gefüllte Teller Nudeln musste ich essen, da Michael immer nur das Winnetou-Menü der Kinderkarte wählt. 

Als kleine Belohnung bekam ich am Strand noch einen Kaffee von ihm spendiert.

Jetzt im Anschluss gibt es noch eine Revanche im Skip-Bo. Ich lass es mir nicht bieten, dass ich gestern drei Spiele hintereinander verlor. Ich bin und bleib ein Wettkampfathlet.

Gerne können die Fotos von der Vorbereitung in Amerika von Printmedien in Originalgröße zur weiteren Verwendung kostenlos unter deutschmann.michael@mental-austria.com angefordert werden. 

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 6 - Samstag, 27.05.2017 - Oceanside/California

"Heute hobm mia unseren ersten Potschn gehobn" - zu deutsch: Heute hatte ich meinen ersten Plattfuß.

Der Pannenteufel schlug schon nach wenigen Ausfahrten erbarmungslos zu und bescherte mir eine Einheit beim Reifenwechseln, auf gut Ötztalerisch "Potschn flickn". Die Straßenbeläge sind teilweise sehr gut und dann wieder brutal mies. Hier ist die Kunst, mit so wenig wie möglich Löchern und Rissen in Berührung zu kommen. Diese Übung gleicht aber einem Himmelfahrtskommando. Dem entsprechend wird das Material hergenommen. Dieser "Potschn" ist hoffentlich der einzige.

Danke, lieber Martin Schöpf vom Radl-Stadl. Du erledigst meine gesamten Reparatur und Servicearbeiten bei sämtlichen Rädern schon seit einigen Jahren perfekt und ich bin dir dafür sehr dankbar. Ich denke nur an das letzte Race around Austria zurück, wo du um 02:00 Uhr in der Früh während des Rennens in Innsbruck mein Rad abgeholt hast, das Radlager getauscht wurde und ich um 06:00 Uhr auf der Ötztaler Höhe wieder ein perfekt servisiertes Rad für die restlichen 700 Kilometer zur Verfügung hatte.

Am heutigen Bild könnt ihr von der rechten Bildseite her die Startgerade sehen und auf der linken Bildseite den ersten Anstieg, der uns am 13.06. der Westküste den Rücken zuwenden lässt. Ab dann wir voll fokussiert Richtung Atlantik gestrampelt.  

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 5 - Freitag, 26.05.2017 - Oceanside/California

Mit unserem ausgiebigen Frühstück sind wir wieder perfekt in den Tag gestartet.

Etwas früher als in den vorangegangenen Tagen sind wir heute schon am Vormittag voller Motivation ins Training gestartet.

Ich nutzte diese Einheit, um vom Start weg den Teil zu erkunden, welchen ich während des Rennens ohne Betreuer absolvieren muss. Die Betreuer mit meinem Followcar dürfen gemäß Reglement erst ca. 38 Kilometer nach dem Start zu mir. Bis zu diesem Punkt bin ich auf mich alleine gestellt. Da in den USA nich in Kilometern sondern in Meilen gerechnet wird, war heute auch der perfekte Zeitpunkt, meinen Garmin-Radcomputer auf Meilen umzustellen. Ich möchte die Zeit der Vorbereitung auch nutzen, um mich auf diese Details optimal einzustellen.

Michael erkundete inzwischen jene Strecke, den das Followcar bis zum gemeinsamen Treffpunkt fahren muss. Ab diesem vereinbarten Treffpunkt verbrachte ich mein Training noch eine Stunde im Beisein meines Foillowcars mit Michael, der alle Funktionen des Betreuerteams (Kraftfahrer, Navigierer, Fotograf, Filmer, ...) abgewickelt hat.

Meine Beine sind zur Zeit richtige Granaten! Es fühlt sich sehr, sehr gut an! Vielen Dank meinem Trainer Daniel Rubisoier von Sport-Coach, der mir schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich meine Trainingspläne gestaltet. Sein Fingerspitzengefühl wirkt sich in meiner Leistungsfähigkeit äußerst positiv aus, wie auch die immer besseren Leistungstests belegen! Vielen Dank, Rubi!

Nach der Rückkehr in unserer Unterkunft standen für mich noch meine Stabi-Übungen am Programm. Michael nutzte diese Zeit gleich um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Kohlehydrate in rauen Mengen! :-)

Als Belohnung für meine fleißigen Einheiten verbrachten wir den Nachmittag mit einem gewaltigen Sonnenuntergang am Strand des Pazifiks. 

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 4 - Donnerstag, 25.05.2017 - Oceanside/California

Schön langsam aber sicher fühlen wir uns total heimisch in den USA.

Zusätzlich zu den ohnehin immer stattfindenden Radtrainings war heute "Stabi" angesagt. 

Im Garten unserer Unterkunft wurden die Handtücher ausgebreitet und der Körper stabilisiert. 

Der schöne Nachmittag wurde am Strand des Pazifiks bei einem gemütlichen Kaffee und lustigen Gesprächen mit Michael verbracht. Lustige Gespräche deshalb, weil tiefgründiges bei uns beiden zur Zeit fehl am Platz ist! :-)

Wir entwickeln uns zu richtigen Chefeinkäufern, unsere beiden Frauen wären stolz auf uns, wenn sie uns dabei sehen könnten. Das köstliche Abendmenü wurde nach den Vorgaben von meiner Ernährungsberaterin Alice Angermann köstlichst zubereitet. Sie wäre stolz gewesen, wenn sie zusehen hätte können, wie wir die erlernten Handgriffe vom RAAM-Kochkurs, den Alice extra für Michael und mich - von nun an bitte Haubenköche - abgehalten hat, umsetzten. Das selbst gedrehte Video vom RAAM-Kochkurs muss streng geheim bleiben und ist deshalb zum Schutz der Allgemeinheit bereits sicher im Tresor versperrt. Es sei nur erwähnt, dass wir beim Durchblicken des Videos mit Lachkrämpfen zu kämpfen hatten. :-D

Das Abendprogramm bildete der Aufbau meiner Rennradhelme mit dem Bluetooth-System der Firma SENA. Es ermöglicht uns eine perfekte Kommunikation zwischen mir und dem sich ständig bei mir befindlichen Betreuerteam im Followcar.

Zum Abschluss noch ein "Zocker" mit den Würfeln und dann Gute Nacht bis zum nächsten wundervollen Tag hier in Kalifornien.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 3 - Mittwoch, 24.05.2017 - Oceanside/California

Der 3. Tag neigt sich schon langsam dem Ende zu.

Es war für uns wieder ein fleißiger und schöner Tag. Nach den morgendlichen Office-Tätigkeiten haben wir uns vorgenommen, die Navigation zu testen. Dies geht am Besten, wenn man sich gleich die Strecke etwas ansieht. So erkundeten wir direkt vom Start weg die Strecke und ab diesem Punkt, wo sie in den Radweg mündet war für uns mit dem Auto Umleitung angesagt. Wir fuhren bis zu jenem Punkt, wo man wieder mit dem Rad auf normalen Verkehrswegen unterwegs ist. Die Navigation funktionierte optimal. Nach einer geschlagenen halben Ewigkeit stieg ich motiviert aus dem Auto um gleich vor Ort meine Trainingseinheit am Rad zu absolvieren.

Ich merkte, wie gut wir doch in Österreich den Straßenbelag haben, hier ist es etwas holpriger. Die Laufräder von der Firma XeNTIS mit der Bereifung von Chaoyang sind hier genau die perfekte Lösung dafür! Danke für euren gewaltigen Support!

Die Trainingseinheit verging wie im Flug, da Michael laufend wie ein Paparazzi um mich herum schwirrte. Foto da, Video dort. 

Kurz vor dem Erreichen der Timestation 1 in Lake Henshaw beendete ich meine Trainingseinheit. 

Heute durfte ich Michael mit einem leckeren Menü bekochen. Nach dem Abendessen stand noch etwas Stabi-Training am Programm.

Die Planung für morgen rundete unseren Abend noch ab und jetzt verabschieden wir uns schön langsam in die wohlverdiente Nachtruhe.

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 2 - Dienstag, 23.05.2017 - Oceanside/California

Guten Abend aus dem wunderschönen Oceanside in Südkalifornien.

Um 04:30 Uhr war mein Mentalcoach Michl schon hellwach und ich folgte ihm ganz unauffällig um 05:00 Uhr. Hallllooooo?

Das Frühstück auf der Sonnenterasse war köstlich und so konnten wir gestärkt in den Tag starten. Es stand heute einiges Organisatorisches auf unserer todo-Liste. Vormittags war wieder Einkauf angesagt und mittags war die erste ganz kurze Radeinheit zum Einrollen angesagt. Ich fühlte mich, als ob ich von einem LKW überrollt wurde. Der Jetlag schrie laut HALLO und suchte auch stündlich Michl auf. Mit einem leckeren Kaffee konnten wir uns mutig über den Tag retten.

Zum Abendessen war Michl unser Haubenkoch! :-) Nudeln mit fertiger Tomatensauce! :-) 

Jetzt haben wir uns den Schlaf aber wirklich hart verdient und verabschieden uns für heute in die gute Nacht - bei euch GUTEN MORGEN! :-) 

Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com

Vorbereitung Tag 1 - Montag, 22.05.2017 - Oceanside/California

Hallo liebe Leute!

Ab sofort werden wir euch täglich mit Neuigkeiten von der Vorbereitung in Kalifornien auf das RAAM versorgen.

Heute fing der Tag für einige von uns schon sehr früh an, genau gesagt um Mitternacht.

Für mich und meinen Mentalcoach Michael stand heute die Anreise nach Kalifornien am Programm. Joachim und mein Papa Stefan brachten uns zum Flughafen nach München. Mit dabei waren auch meine beiden anderen Teammitglieder Silvia und Siegfried. Sie nutzen die nächsten Wochen noch, um an einer Rundreise durch Nordkalifornien teilzunehmen. 

Abfahrt war bei mir zu Hause deshalb schon so früh, da wir einen zeitigen Flug hatten. Nach den üblichen Formalitäten am Flughafen mit vielen Gepäckstücken und 2 Rädern als Sperrgepäck - huch - war der erste Flug von München nach Amsterdam. Ein kurzer Aufenthalt und eine Challenge mit langer Laufeinheit durch den Flughafen zum richtigen Gate für den Weiterflug lockerten unseren Alltag auf!

Zielflughafen war beim zweiten Flug des heutigen Tages für uns Los Angeles. Kurze Fakten zum Flug: KLM, sensationell, gutes Essen und perfektes Service!

Nach einer halben Ewigkeit - fast 11 Stunden - erreichten wir den Airport.

Die nächste Challenge waren die Formalitäten am Flughafen. Geschlagene 2 1/2 Stunden später waren wir fertig damit und konnten uns auf den Weg zu unserem Mietwagen-Verleih machen. 

Die dritte Challenge am heutigen Tag war der Shuttlebus zur Verleih-Station. Ca. 100 Leute wollten in den Bus, wo aber nur 30 Leute mit Gepäck Platz fanden. Unser Gepäck: 2 Leute 2 Räder und 3 Riesentaschen. Es machte Megaspaß mit diesen Utensilien die Rauferei um den Bus zu führen. Nach einer weiteren Stunde gelang es uns durch meine Hinterlistigkeit in einen Bus zu kommen und waren somit am Weg zum Mietwagen-Verleih. 

Nach einer weiteren Stunde hatten wir unser Wunschfahrzeug ausgefasst und machten uns im MEGA-Stau durch Los Angeles auf den Weg in Richtung Süden. Unsere erste Zwischenstation ist jetzt für die nächsten 2 Wochen Oceanside. 

Patric und Michael im Flieger
Foto: Michael Deutschmann www.mental-austria.com
Sporthütte
Radsportwochen im Hotel Bergland
Radsportwochen im Hotel Bergland
Mental Austria - Mentalcoaching Tirol - Hypnose Tirol - Burnout-Prävention - Sportmentaltraining Tirol - Mentalcoach Tirol - Hypnosetrainer Tirol - Sportmentaltrainer Tirol - Michael Deutschmann, Akad. Mentalcoach - Einzelcoaching - Workshops - Seminare
Mental Austria - Mentalcoaching Tirol - Hypnose Tirol - Burnout-Prävention - Sportmentaltraining Tirol - Mentalcoach Tirol - Hypnosetrainer Tirol - Sportmentaltrainer Tirol - Michael Deutschmann, Akad. Mentalcoach - Einzelcoaching - Workshops - Seminare
Katapult
Dr. Pegger
Sporthütte